Spatenstich Feuerwehrhaus
Nach langer Planung ist es nun so weit: Mit einem symbolischen Spatenstich fiel am späten Mittwochnachmittag der offizielle Startschuss für den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Höfen. Vertreter des Bauausschusses, der Feuerwehr und die Projektverantwortlichen hatten sich auf dem Baugrundstück versammelt, um den Beginn der Arbeiten zu feiern. Das Projekt gilt als wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der örtlichen Feuerwehr.
Zu Beginn der Feierlichkeit fand die Zweite Bürgermeisterin Maria Huber ein paar Worte: „Der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Höfen war eine solche klare und wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer Feuerwehren. In Dingolfing investieren wir derzeit so viel wie noch nie zuvor in unsere Feuerwehrstandorte. In Frauenbiburg ist das neue Feuerwehrhaus bereits fertiggestellt, in Teisbach wird das neue Gebäude aktuell bezogen, und die Sanierung und der Um- und Ausbau des Feuerwehrhauses in Dingolfing befindet sich in der finalen Planungsphase. Und heute legen wir hier in Höfen den Grundstein für ein weiteres modernes Feuerwehrhaus.“
Gestiegene Anforderungen
Die Frage, ob jede Feuerwehr ein neues, größeres Feuerwehrhaus brauche, beantwortete sie ebenfalls. „Die Aufgaben unserer Feuerwehren sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich komplexer geworden. Brandbekämpfung ist heute nur noch ein Teil davon. Mit all den Anforderungen wächst auch der Bedarf an moderner Technik, an größeren Fahrzeugen und an einer Ausrüstung, die den heutigen Sicherheits- und Hygienestandards entspricht. Viele unserer bisherigen Feuerwehrhäuser sind Jahrzehnte alt. Sie wurden zu einer Zeit gebaut, in der Fahrzeuge kleiner waren, Einsatzabläufe anders organisiert waren und viele der heutigen Vorschriften noch gar nicht existierten. Heute gelten andere Maßstäbe: klare Sicherheitsstandards, getrennte Umkleiden, moderne Hygienekonzepte und ausreichend Platz für Ausrüstung und Ausbildung. Und wer die bisherigen Feuerwehrhäuser in Höfen, Teisbach oder Frauenbiburg kennt, der weiß auch: Diese Investitionen sind kein Luxus, sondern notwendig.“
Auch zum Thema Katastrophenschutz fand Huber ein paar Worte, denn dieser sei Teil der Sicherheitsplanung und in solchen Situationen seien Feuerwehrhäuser eine wichtige Anlaufstelle. „Zudem hat die Feuerwehr Höfen - wie alle unsere Feuerwehren - ein spezielles Aufgabengebiet: Hier ist der Abrollbehälter Atemschutz für den gesamten Landkreis Dingolfing-Landau stationiert. Bei größeren Schadenslagen wird diese Einheit auch in den Nachbarlandkreisen benötigt.“ Mit dem neuen Feuerwehrhaus in Höfen entstehe nun ein moderner und funktionaler Standort für den Einsatzdienst und es sei zugleich Ort der Gemeinschaft, Ausbildung und Jugendarbeit.
Walter Schätzler von Schätzler Architekten fand ebenfalls ein paar Worte zum Neubau. Das neue Gebäude wird in Massivbauweise nach dem energieeffizienten KfW-40-Standard errichtet. Geplant ist eine Einsatzmittelhalle mit sechs Stellplätzen sowie ein Sozialgebäude, das alle wichtigen Funktionsbereiche beherbergt. Im Erdgeschoss befinden sich künftig Fahrzeughalle, Einsatzführung, Werkstatt, Lager sowie ein moderner Spind- und Umkleidebereich mit Sanitäranlagen. Für Schulungen, Besprechungen und das Vereinsleben stehen Räume mit Küche und Technikbereich bereit. Im Obergeschoss sind unter anderem Büro, Kleiderkammer, Archiv und ein Jugendraum vorgesehen. Auch die Außenflächen sind auf den Einsatzalltag ausgerichtet: Eine rund 450m² große Hoffläche dient als Übungsplatz, 22 Alarmstellplätze sowie eine Durchfahrgasse sorgen für schnelle Einsatzbereitschaft. Auch die Energieeffizienz und der Klimaschutz spielen eine wichtige Rolle beim Neubau. Das Feuerwehrhaus wird mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt und erhält eine Photovoltaikanlage mit Energiespeicher. Das Flachdach wird extensiv begrünt. Die Fertigstellung wird im Herbst 2027 erwartet. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf rund 8,1 Millionen Euro.
Mittelpunkt der Kameradschaft
Kommandant Rainer Priglmeier zeigte sich erfreut über den Neubau. „Wir bekommen ein modernes, zeitgemäßes und zukunftsorientiertes Zuhause für unsere Feuerwehr“, meinte er, wobei er auch darauf einging, dass Wünsche und Anregungen der Feuerwehrler bei der Planung stets berücksichtigt wurden. Als „Mittelpunkt der Kameradschaft“ bezeichnete er das neue Feuerwehrhaus und freute sich auch darüber, dass man auch an die Zukunft der Feuerwehr, die Jugend, mit eigenen Räumlichkeiten gedacht hat. Umfangreiche Worte des Dankes an alle Beteiligten gab es schließlich vom Vorsitzenden Alfons Weinzierl zu hören. Er lud zum Anstoßen auf dem Baugrundstück ein und nach einem kleinen Plausch ging es für alle ins Feuerwehrhaus, wo eine kleine Brotzeit auf die Gäste wartete.